Großer Andrang bei sicherheitspolitischer Veranstaltung mit Melanie Bernstein und dem Generalinspekteur der Bundeswehr Carsten Breuer in Bargteheide

Bargteheide – Auf Einladung der Bundestagsabgeordneten Melanie Bernstein fand am Mittwochabend im Jagdschloss Malepartus ihre dritte sicherheitspolitische Veranstaltung statt. „Zeitenwende glaubwürdig gestalten: Die Bundeswehr zwischen Anspruch und Wirklichkeit“ lautete das Thema.

Fast 200 Gäste aus Politik, Wirtschaft, der Blaulichtorganisationen und Gesellschaft folgten der Einladung der Bundestagsabgeordneten, um sich über die aktuelle sicherheitspolitische Lage und die Zukunft der Bundeswehr zu informieren. 

Melanie Bernstein betonte in ihrer Begrüßung die große Bedeutung der Bundeswehr für die Sicherheit Deutschlands und Europas und berichtete aktuell aus dem Verteidigungsausschuss des Deutschen Bundestages. Sicherheit und Verteidigungsfähigkeit müssten wieder stärker ins öffentliche Bewusstsein rücken. „Gerade in diesen herausfordernden Zeiten ist der direkte Austausch mit den Verantwortlichen unserer Streitkräfte von großer Bedeutung“, begründete Melanie Bernstein ihre erfolgreiche Veranstaltungsserie.

Im Anschluss begrüßte die Abgeordnete den Generalinspekteur der Bundeswehr, Carsten Breuer. In seinem Vortrag ging General Breuer auf die aktuellen Herausforderungen für die Bundeswehr sowie die Fortschritte bei der Umsetzung der sogenannten Zeitenwende ein.

Vor dem Hintergrund des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine, zunehmender hybrider Bedrohungen und wachsender Anforderungen innerhalb der NATO hob Breuer die Notwendigkeit einer modernen und einsatzbereiten Bundeswehr hervor. Die politischen Entscheidungen der vergangenen Jahre seien wichtige Schritte gewesen, nun komme es auf eine schnelle und konsequente Umsetzung an.

Besonders ging der Generalinspekteur auf die Themen Ausrüstung, Beschaffung, Personalgewinnung und Einsatzfähigkeit ein. Dabei machte er deutlich, dass die Bundeswehr vor einem tiefgreifenden Modernisierungsprozess stehe, der langfristig abgesichert werden müsse.

„Die Zeitenwende beginnt hier vor Ort in den Köpfen“, erklärte Breuer auf seiner Reise von Riga über Bargteheide nach Singapur. „Die Sehnsucht nach der Zeit nach dem Kalten Krieg ist verständlich. Aber wenn man Probleme nicht sehen will, gehen sie davon nicht weg. Nostalgie ist keine Strategie.“ Mit Blick auf die sicherheitspolitische Lage ergänzte er: „Wir setzen auf Abschreckung. Ein Angriff gegen unser Bündnis darf sich für Putin nicht lohnen.“

Im Anschluss an den Vortrag nutzten zahlreiche Gäste die Gelegenheit zum Austausch mit General Breuer. Im Mittelpunkt der Diskussion standen Fragen zur Bündnisverteidigung, zur sicherheitspolitischen Verantwortung Deutschlands sowie zur personellen und materiellen Ausstattung der Bundeswehr.

Melanie Bernstein zeigte sich erfreut über die große Resonanz und die intensive Diskussion. Die hohe Teilnehmerzahl habe deutlich gemacht, welch große Bedeutung sicherheitspolitische Themen mittlerweile auch in der breiten Öffentlichkeit hätten.

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Generalinspekteur der Bundeswehr Carsten Breuer und die  Bundestagsabgeordnete Melanie Bernstein