Die Senioren Union Bad Segeberg bezeichnet die Entlastungsvorschläge von Bundeswirtschaftsministerin Reiche als „weltfremd und diskriminierend“. Die Konzentration auf die Pendlerpauschale vernachlässige große Teile der Bevölkerung.
Die Senioren Union mahnt an, bei den aktuellen Vorschlägen zur Entlastung bei hohen Spritpreisen die Belange älterer Menschen stärker zu berücksichtigen.
Die diskutierte Ausweitung der Pendlerpauschale kann aus Sicht der Senioren Union nur ein Teil der Lösung sein. Viele Seniorinnen und Senioren profitieren davon nicht, sind jedoch im Alltag häufig auf das Auto angewiesen – insbesondere im ländlichen Raum mit begrenztem öffentlichem Nahverkehr.
„Gerade für ältere Menschen ist individuelle Mobilität entscheidend für Selbstständigkeit und Lebensqualität“, erklärt Ursula Michalak. Steigende Kraftstoffpreise träfen sie daher in besonderer Weise.
Zudem weist die Senioren Union darauf hin, dass sich viele Menschen ehrenamtlich engagieren und dabei oft eigene Fahrtkosten tragen. Dieses Engagement dürfe nicht zusätzlich erschwert werden.
Die Senioren Union Bad Segeberg plädiert deshalb für ausgewogene Entlastungsmaßnahmen, die alle Generationen einbeziehen. Dazu könnten auch spürbare Entlastungen bei den Kraftstoffkosten gehören, z.B. durch eine Senkung der Benzinsteuer.
„Mobilität ist ein Grundbedürfnis und darf nicht von der jeweiligen Lebensphase abhängen. Mobilität darf kein Luxusgut werden, das sich nur noch Arbeitnehmer leisten können.“