Geschichte verstehen Demokratie gestalten
Bad Segeberg. Welche Lehren lassen sich aus der Geschichte ziehen, und wie können Menschen die Demokratie vor Ort mitgestalten? Diese Fragen standen am Freitag, 2. Oktober 2026, im Mittelpunkt einer öffentlichen Diskussionsrunde im vollbesetzten WortOrt in der Bad Segeberger Stadtbücherei. Am Vorabend des Tages der Deutschen Einheit brachte die Lange Nacht der Demokratie historische Erinnerung und aktuelle Fragen des Zusammenlebens zusammen.
Die Volkshochschule Bad Segeberg hatte in Kooperation mit dem Freundeskreis des Museums und der Stadtbibliothek Bad Segeberg zu der Veranstaltung eingeladen. Die Moderation übernahm die ehemalige Politikkorrespondentin Vivian Upmann. Den Einstieg gab der Lehrer und Autor Axel Winkler, der sich ausführlich mit der Geschichte der Kreisstadt beschäftigt hat, mit einem kurzen Impulsvortrag.
Auf dem Podium diskutierten die Bundestagsabgeordnete Melanie Bernstein (CDU), Bürgermeister Toni Köppen, Stadtvertreter Ralf Schaffer (BBS), die Kreistagsmitglieder Diane Brügmann (SPD) und Fabian Osbahr (Grüne).
Die Diskussion griff die Frage auf, welche historischen Erfahrungen den persönlichen Blick auf Demokratie prägen. Weitere Themen waren der Umgang mit unterschiedlichen Deutungen von Geschichte und die Verantwortung, historische Tatsachen nicht zu relativieren oder für aktuelle politische Zwecke zu vereinnahmen. Dabei richtete sich der Blick auch auf Bad Segeberg und den Kreis Segeberg.
Das Publikum beteiligte sich rege an der Diskussion.
Ein weiterer Schwerpunkt war die demokratische Teilhabe vor Ort: Welche Hürden erschweren es Menschen, sich einzubringen und mit ihren Anliegen gehört zu werden? Und was können Politik und Gesellschaft konkret tun, um Beteiligung zu stärken? Zum Abschluss ging es um Handlungsmöglichkeiten im jeweiligen Verantwortungsbereich und darum, wie Fortschritte für Bürgerinnen und Bürger erkennbar werden können.
Die Lange Nacht der Demokratie in Schleswig-Holstein wird vom Landesbeauftragten für politische Bildung und dem Landesverband der Volkshochschulen koordiniert. Die Sparkassen Schleswig-Holstein fördern das Projekt. Medienpartner ist der NDR.