MIT Segeberg stellt sich für die Landtagswahl auf

Melanie Bernstein als Vorsitzende bestätigt – Mittelstands- und Wirtschaftsunion will Unternehmenspraxis noch stärker in die politische Arbeit einbringen.

Foto: (vlnr.) Patrick Pender MdL, Melanie Bernstein MdB, Sönke Siebke MdL, Claus Peter Dieck und  Hans-Peter Küchenmeister. 

Bad Segeberg. Die Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) der CDU Segeberg hat bei ihrer Mitgliederversammlung in der CDU-Kreisgeschäftsstelle in Bad Segeberg ihren Vorstand neu gewählt und zugleich die politischen Schwerpunkte für die kommenden Monate festgelegt. Melanie Bernstein MdB wurde einstimmig als Vorsitzende bestätigt. Ebenfalls einstimmig wählten die Mitglieder Patrick Pender MdL zum stellvertretenden Vorsitzenden, Claus Peter Dieck zum Schriftführer, Hans-Peter Küchenmeister zum Mitgliederbeauftragten und Sönke Siebke MdL zum Beisitzer.

„Wir wollen die MIT im Kreis Segeberg noch stärker als Stimme des Mittelstandes sichtbarn machen. Gerade jetzt müssen wir genau hinschauen, was politische Entscheidungen ganz konkret für die Unternehmen vor Ort bedeuten“, erklärte Bernstein. Dabei gehe es insbesondere um Bürokratieabbau, Fachkräfte und Ausbildung sowie um verlässliche Rahmenbedingungen für kleine und mittelständische Unternehmen.

In ihrem Rückblick machte Bernstein deutlich, dass sich durch die Gespräche mit den Unternehmen ein roter Faden ziehe: Der Mittelstand brauche wieder mehr unternehmerische Freiheit und weniger staatliche Vorgaben. Überbordende Bürokratie, langwierige Verfahren, Fachkräftemangel und immer neue Dokumentationspflichten belasteten gerade kleine und mittlere Betriebe. Auch bei Zukunftsthemen wie Künstlicher Intelligenz und Energie müsse Politik verlässliche Rahmenbedingungen schaffen, statt zusätzliche Hürden aufzubauen.

„Wir müssen wieder stärker darauf vertrauen, dass Unternehmerinnen und Unternehmer wissen, was für ihren Betrieb richtig ist. Nicht für jedes Problem brauchen wir eine neue Vorschrift, einen neuen Beauftragten oder eine weitere Berichtspflicht“, so Bernstein.

Besonders kritisch diskutierten die Mitglieder, wie politische Entscheidungen und Gesetze derzeit zustande kommen. Aus Sicht der MIT müssen Unternehmen und Praktiker früher eingebunden und ausreichende Fristen für Stellungnahmen gewährleistet werden.

Regelungen müssten sich stärker daran messen lassen, ob sie in der betrieblichen Praxis tatsächlich funktionieren.

Diesen Punkt unterstrich auch der neu gewählte stellvertretende Vorsitzende Patrick Pender MdL: „Wer Bürokratie wirklich abbauen will, muss bei jeder neuen Regelung die Frage stellen, was sie in einem mittelständischen Betrieb ganz konkret auslöst. Unser Anspruch muss sein, Verfahren einfacher und schneller zu machen und Unternehmen wieder mehr Zeit für das zu geben, womit sie Arbeitsplätze schaffen und Wertschöpfung ermöglichen.“

Für Sönke Siebke MdL, der dem Vorstand künftig als Beisitzer angehört, gehört dazu insbesondere der Blick auf den ländlichen Raum: „Wirtschaftspolitik darf nicht an den größeren Städten enden. Gerade unsere mittelständischen Betriebe, Handwerker, landwirtschaftlichen Unternehmen und Dienstleister in den ländlichen Regionen brauchen gute Bedingungen, Fachkräfte und eine funktionierende Infrastruktur. Was wir vor Ort hören, müssen wir in die politische Arbeit in Kiel mitnehmen.“

Für die kommenden Monate will die MIT deshalb den direkten Kontakt zu den Unternehmen im Kreis weiter ausbauen. Vorgesehen sind unter anderem Unternehmensbesuche und Hospitationen bei Mitgliedsbetrieben. Unternehmen sollen die Möglichkeit erhalten, ihre Arbeit vorzustellen und unmittelbar auf Probleme und politischen Handlungsbedarf hinzuweisen. Die Erfahrungen aus den Betrieben sollen anschließend gezielt in die politische Arbeit auf Kreis-, Landes- und Bundesebene einfließen.

Mit Blick auf die Landtagswahl 2027 sollen auch gemeinsame Veranstaltungen mit dem CDU-Kreisverband Segeberg stattfinden. Ziel ist es, wirtschaftspolitische Themen frühzeitig in den Mittelpunkt zu rücken und dabei insbesondere die Erfahrungen der Unternehmen aus
der Region einzubeziehen.
 
„Wir wollen nicht nur über Mittelstand sprechen, sondern mit den Unternehmerinnen und Unternehmern vor Ort“, betont Bernstein. „Die MIT soll der Ort sein, an dem praktische Erfahrung und Politik zusammenkommen. Genau das wollen wir in den kommenden Monaten noch stärker zeigen.“

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